Sixxen

Iannis Xenakis verlangt in seinem Schlagzeugsextett Pléiades (1979) nach einem besonderen Instrument, dem sogenannten Sixxen.

Der Name wurde vom Komponisten kreiert und entstand aus der Kombination der beiden Worte "Six" und "Xenakis". Sein Werk Pléiades gilt heute als einer der Meilensteine der Schlagzeugliteratur. Seine  Angaben was Sixxen sind und wie sie gestimmt beziehungsweise nicht gestimmt sein sollten, hat Iannis Xenakis in der Partitur vermerkt. Er schreibt, dass es für jeden der sechs Schlagzeuger (Spieler A bis F) jeweils 19 Metallklänge sein müssen, die weder chromatisch noch diatonisch gestimmt sein müssen. Jeder der Metallskalen sollte von Spieler zu Spieler nicht genau identisch sein sondern leicht variieren. 

Sixxen - LUNASON LINE

LUNASON hat sich mit den eigens entwickelten Sixxen klanglich in eine neue Richtung orientiert, da sie unter anderem als Metall nicht Eisen sondern Aluminiumplatten verwendet. Spielen alle Musiker gleichzeitig auf vielen verschiedenen Klangplatten, hört man zum einen die klaren Anschläge und, dank der exakt gleichbleibenden Frequenzen der einzelnen Platten, jede Note.

Zum anderen entsteht jedoch ein sogenannter "Drone", der diese LUNASON LINE so besonders macht. Da die Aluminiumplatten glockenartig voll und bei stärkerem anschlagen etwa 15 Sekunden nachklingen, entstehen zwischen den Liegetönen stark wahrnehmbare langanhaltende Interferenzen.

Unterstützt wird dieses besondere Klangerlebnis durch die Stimmung der Platten. Die Abstände von Ton zu Ton sind kleiner als Halbtonschritte jedoch grösser als Vierteltonschritte. Dadurch entsteht eine sehr natürlich empfundene Tonskala, die weniger komplex als Vierteltonskalen  jedoch fremder als gewohnte Halbtonskalen scheint.

Die sechs daraus resultierenden Skalen variieren von Sixxen A bis Sixxen F  sehr leicht, so dass wenn alle sechs Musiker die gleichen Töne auf ihren Sixxen spielen, wie von Xenakis gewünscht, zusätzlich leichte Interferenzen zwischen den Instrumenten entstehen.

Das Frequenzspektrum in dem die Sixxen - LUNASON LINE gestimmt sind liegt im Bereich CIS5 - G5. Diese für Sixxen eher hoch gewählte Frequenzbereich ist als Gegensatz insbesondere zu den deutlich tieferen Fellinstrumenten, die in Pléiades vorkommen, bewusst so gewählt worden. 

Klangbeispiel

Métaux aus Pléiades von Iannis Xenakis

Hier geht es zur CD: GENUIN / I tunes

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