Trigon
Resonanz mit feinerer Kontur
TRIGON ist der zweite Metasonic Resonator, den LUNASON entwickelt hat. Wie NAOS gehört er zur Familie der Resonance Chambers, verfolgt innerhalb dieser Familie jedoch eine eigene klangliche Idee. Während NAOS einen sehr grossen, lang anhaltenden Resonanzraum erzeugt, arbeitet TRIGON feiner, weicher und etwas unmittelbarer. Auch er kann einen beinahe kathedralischen Raum entstehen lassen, doch dieser tritt weniger dominant in den Vordergrund. Der ursprüngliche Klang bleibt näher, erhält gleichzeitig aber eine neue räumliche und metallische Dimension.
Ein wesentliches Merkmal von TRIGON ist seine dreieckige Form. Drei resonierende Metallflächen bilden einen Körper, der den Klang auf unterschiedliche Weise in den Raum abstrahlt. Durch die verschiedenen Ausrichtungen der Flächen entstehen mehrere Projektionsrichtungen; der Resonator begegnet dem Raum dadurch anders als ein rechteckiger Resonanzkörper. Reflexion, Materialschwingung und räumliche Ausbreitung verbinden sich zu einer eigenen akustischen Charakteristik.
Hinzu kommen die gezielt angeordneten Resonanzöffnungen. Sie lassen einen Teil des im Inneren entstehenden Schalls nach aussen treten und beeinflussen damit die Art, wie sich Resonanz und Direktschall miteinander verbinden. Dadurch wirkt die Übertragung weicher und runder. Der metallische Charakter bleibt deutlich wahrnehmbar, erscheint jedoch weniger massiv und erhält eine feinere Kontur.
Auch TRIGON besitzt eine ausgeprägte spektrale Identität. Das übertragene Klangmaterial regt die Metallflächen und den Innenraum des Resonators an und wird dadurch mit zusätzlichen Resonanzen und einer charakteristischen metallischen Färbung versehen. Der Resonator reproduziert das Eingangssignal deshalb nicht neutral. Er reagiert darauf, verändert es und fügt ihm seine eigene Materialität hinzu. Je nach Instrument, Tonhöhe, Dynamik und Klangstruktur treten unterschiedliche Bereiche seines Resonanzspektrums hervor.
Die Nachwirkung ist deutlich vorhanden, jedoch kürzer als bei NAOS. Ein angeregter Klang kann bei TRIGON ungefähr 20 Sekunden weiterklingen und sich dabei allmählich im Raum verlieren. Diese geringere Nachhallzeit ist keine Einschränkung, sondern Teil seines eigenen Charakters. Klänge bleiben beweglicher und unmittelbarer, während gleichzeitig genügend Resonanz entsteht, um sie über ihren ursprünglichen Impuls hinauszutragen.
Gerade dadurch eignet sich TRIGON für Situationen, in denen die Transformation durch Resonanz hörbar sein soll, ohne dass ein sehr langer Nachhall das musikalische Geschehen dominiert. Er kann einem Klang mehr Körper und räumliche Präsenz verleihen, ihn metallisch färben und verlängern und dabei dennoch seine Konturen bewahren.
Auch seine geringere Höhe beeinflusst die Wahrnehmung im Raum. TRIGON strahlt anders ab als NAOS, und seine dreieckige Geometrie verteilt den Klang über mehrere unterschiedlich ausgerichtete Flächen. Der Resonator wird damit selbst zu einem räumlichen Instrument: Seine Form ist nicht nur Gestaltung, sondern Teil seines akustischen Verhaltens.
Wie bei allen Metasonic Resonators können unterschiedlichste Klangquellen mit TRIGON verbunden werden – akustische Instrumente, Metasonic Instruments, Stimmen, perkussive Klänge oder elektronisches Audiomaterial. Erst im Zusammenspiel von Ausgangsklang, Metallkörper, Resonanzöffnungen und Raum entsteht seine eigentliche Stimme.
TRIGON steht für eine feinere Form der metasonischen Resonanz: weich, rund und räumlich, mit einer deutlich wahrnehmbaren metallischen Spektralfarbe. Er verlängert den Klang, ohne ihn vollständig in Nachhall aufzulösen, und schafft damit einen Resonanzraum, der zugleich charaktervoll und transparent bleibt.



